Was ist Teilhabeberatung?

Seit Anfang 2018 wird die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf Grundlage des § 32 SGB IX gefördert und unterstützt.

§ 32 SGB IX entstand im Zuge des Bundesteilhabegesetzes (BTHG), das darauf abzielt, Menschen mit wesentlichen Behinderungen aus dem System der Sozialhilfe herauszuführen und die UN-Behindertenrechtskonvention stärker umzusetzen.
Der EUTB® kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Sie hilft Ratsuchenden sich über verschiedene Leistungen im Vorfeld der Beantragung zu informieren und berät dabei Träger-unabhängig und auf „Augenhöhe“, damit Ratsuchende ihre Entscheidungen selbstbestimmt treffen können.
Obwohl diese Beratung grundsätzlich unabhängig von Art und Schwere der Beeinträchtigung von allen EUTB®-Angeboten in gleicher Weise angeboten werden soll, hat das BMAS erkannt, dass ein Teil der Beratung fundierte behinderungsspezifische Kompetenzen erfordert.

In Nordrhein-Westfalen z.B. sind vier EUTB®-Beratungsstellen „Schwerpunkt Sehen“ entstanden. Unsere acht hauptamtlichen Berater*innen ermöglichen eine Präsenzberatung in den Zentren Bonn, Düsseldorf und Dortmund, jeweils mit einem großen regionalen Einzugsbereich. Gemeinsam mit der EUTB®-Beratungsstelle Münster bieten wir zudem eine landesweite Telefonberatung an.